Irgendwie kann ich es nicht. Ich habe Angst, dass ich dem Glück nicht gerecht werde. Aber gleichzeitig auch nicht zu dick auftrage. Jemanden enttäusche, weil ich mich auf meine Art freue, die zugegeben, von außen her nüchtern wirkt. Ich weiß nicht weshalb, vielleicht habe ich Angst davor meine Emotionen zu zeigen, wenn ich meinem Gegenüber nicht restlos vertraue.
Es gibt Leute, denen ich alles sagen kann und vor denen ich mich nicht schäme, eben dies zu tun. Es passiert einfach und es stört mich nicht. S. ist so ein Mensch für mich. Wenn nicht der einzige. Sicherlich gibt es mehrere Leute mit denen ich rede. Auch offen, aber die komplette Wahrheit? Die erfährt fast niemand. S. tut es, weil ich ihm restlos vertraue und nicht glaube, dass er mich in irgendeiner Weise fallen lassen könnte.
La. war einmal eine solche Person für mich. Aber La., ja La. hat sich Dinge erlaubt, die mich haben zweifeln lassen. Zunächst nur daran, ob sie diese Person bleiben soll. Mittlerweile, ob es jemals richtig war, sie zu dieser Person zu machen. Aber das wollte ich hier nicht beschreiben. Viel mehr geht es mir um mein persönliches Glück.
Das was ich gerade erlebe ist unglaublich und erfüllt mich mit nichts als Glück. N. ist einfach, wie soll ich sagen, ein lang geträumter Traum, der immer unerfüllbar wirkte. Die weit weg war. Die nie auch nur gering interessiert schien. N. war N. und damit war im Grunde alles gesagt. N. war schon immer toll, auch wenn ich sie nicht kannte. Sie war nur die beste Freundin von S. und viel mehr wusste ich nicht über sie. Damals war ich noch mit La. zusammen und doch zog sie mich an. Ich hätte nie mehr versucht, aber die Anziehung war da. Aber sie war einseitig, dessen war ich mir sicher.
Bestätigung fand ihre Unerreichbarkeit ein paar Monate später durch M.. Die beiden waren perfekt. Jedenfalls dachte man das, wenn man sie von außen betrachtete. Und mehr tat ich damals nicht. N. war unerreichbar, wir beide in einer Beziehung und wir beide treu. Das stand außer Frage. Aber doch blieb sie, diese Anziehung. Unerklärlich zwar, weil ich sie noch immer nicht wirklich besser kannte. Fast nichts über sie wusste. La. ahnte nichts von alledem und tut es wahrscheinlich heute auch noch nicht. Wie denn auch, über diese Anziehung sprach ich nie. Sie lebte in meinem Inneren tief versteckt. Aber sie lebte.
M. und N.; La. und ich. Wir waren das Traumpaar 1 und 2 in unserem Freundeskreis. Unsere Beziehungen würden ewig halten - dachten jedenfalls unsere Freunde. Dachte ich auch von den beiden, und N. von mir und La. Wie sehr wir in einer Krise steckten, wusste niemand. Und auch nicht, dass es ihnen beiden genau so ging. La. und mich machte es kaputt, dass wir zu viel Zeit miteinander verbrachten und zu wenig mit anderen Leuten. Wir lebten nur noch für einander fast ohne Austausch mit anderen Leuten, anderen Freunden oder Gruppen. Wir waren wie isoliert, zogen uns zurück. Merkten das zwar, aber reagierten nicht. Sondern machten immer weiter. Bis die Treffen mit N. und M. begannen und wir so etwas wie beste Pärchen wurden. Beste Freunde nur im Paar. Diese Treffen, waren dann immer etwas anderes. Etwas besonderes. Sie brachten Entspannung. Man hatte die Abwechslung, aber anderereits die festen Grenzen, niemand war überflüssig und man konnte sich zurückziehen.
– to be continued –
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